Walz präsentiert ehrgeizige Steuerreform für Minnesota mit Milliardenpolster bis 2029
Emil LangeWalz präsentiert ehrgeizige Steuerreform für Minnesota mit Milliardenpolster bis 2029
Minnesotas Gouverneur Tim Walz hat seine Prioritäten für die Steuerreform des Bundesstaats vorgestellt. Der Plan umfasst eine Mischung aus Steuersenkungen, neuen Abgaben und Anpassungen bestehender Steuergutschriften. Laut Beamten zielen die Vorschläge darauf ab, den Haushalt ausgeglichen zu halten und gleichzeitig in den kommenden Jahren Milliarden in die Rücklagen zu überführen.
Ein zentraler Bestandteil von Walz' Plan ist die Ausweitung der Steuergutschrift für Kinderbetreuung und Angehörigenpflege in Minnesota. Derzeit qualifizieren sich etwa 44.300 Familien, doch durch die Änderungen würde die Berechtigung auf über 104.800 Familien ausgeweitet. Familien mit einem Kind unter fünf Jahren könnten bis zu 3.000 Euro für ein Kind oder 6.000 Euro für zwei oder mehr Kinder erhalten, während für ältere Kinder bis zu 1.500 Euro bzw. 3.000 Euro vorgesehen wären. Die durchschnittliche Gutschrift pro Familie würde auf etwa 1.818 Euro steigen.
Der Gouverneur möchte zudem das Landessteuerrecht an jüngste bundesweite Aktualisierungen anpassen. Einige Änderungen, wie Anpassungen der Grenzen für Betriebszinsen und die erweiterte Sofortabschreibung nach Section 179, würden die Staatseinnahmen verringern. Andere, etwa Aktualisierungen bei Steuergutschriften für betriebliche Kinderbetreuung und Spendenabzügen, sollen dagegen mehr Geld einbringen.
Auch neue Steuern stehen zur Debatte. Walz schlägt eine 10-prozentige Bruttoertragssteuer auf den Verkauf von Kurzwaffen sowie eine 11-prozentige Steuer auf Langwaffen und Munition vor. Darüber hinaus sieht der Plan eine Besteuerung der Verbraucherdatensammlung durch soziale Medien, eine Ausweitung der Mehrwertsteuer auf bestimmte Dienstleistungen sowie eine Senkung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes vor. Zudem soll eine Steuergutschrift für nachhaltigen Flugkraftstoff eingeführt werden.
Der Steuerausschuss des Repräsentantenhauses hat in dieser Woche eine erste Anhörung zu den Vorschlägen abgehalten. Die Sitzung diente lediglich der Informationsbeschaffung; detaillierte Verhandlungen sollen in den kommenden Wochen folgen.
Bei Annahme des Plans würde Minnesota im aktuellen Zweijahreszeitraum ein Haushaltsplus von 3,7 Milliarden Euro und bis 2028–2029 noch 1,8 Milliarden Euro verbleiben – selbst nach Berücksichtigung der Inflation. Die Reformen würden die Steuereinnahmen umgestalten, dabei aber die finanziellen Rücklagen des Bundesstaats erhalten.






