Warum Schweizer Anleger zunehmend auf ETF-Sparpläne setzen
ETF-Sparpläne gewinnen bei Schweizer Anlegern an Beliebtheit
Immer mehr Investoren in der Schweiz setzen auf ETF-Sparpläne. Diese ermöglichen es, regelmäßig kleine, feste Beträge in börsengehandelte Fonds (ETFs) anzulegen. Schätzungen zufolge könnten in den nächsten zwei Jahren über die Hälfte der Schweizer Anleger auf ETFs umsteigen – angelockt von ihrer Einfachheit und den langfristigen Vorteilen.
Das Modell eignet sich besonders für diejenigen, die eine automatisierte, breite Streuung am Aktienmarkt suchen, ohne Einzelwerte auswählen zu müssen. Doch trotz der offensichtlichen Vorteile sollten Anleger auch die Risiken bedenken, etwa Marktschwankungen oder versteckte Kosten.
Funktionsweise und Vorteile Ein ETF-Sparplan funktioniert, indem in festen Abständen vordefinierte Summen in Fonds investiert werden, die Marktindizes wie den MSCI World abbilden. Diese Strategie bietet eine breite Diversifikation, niedrige Gebühren und die Disziplin der Automatisierung. In der Schweiz entfallen bereits 16 Prozent aller Retail-Fonds auf ETFs, doch sie vereinen 26 Prozent des gesamten Fondsvermögens auf sich – mit einem deutlichen Zuwachs an Neuanlagen in den letzten fünf Jahren.
Der Markt bietet rund 1.500 verschiedene ETFs, wobei jährlich etwa 8 Prozent neue Optionen hinzukommen. Mehrere Banken und Anbieter offerieren attraktive Sparpläne: Saxo Bank etwa verzichtet auf Ordergebühren und stellt ein kostenloses Depot bereit. Neon erhebt eine minimale Handelsgebühr von 0,5 Prozent (mindestens 1 CHF), verzichtet aber ebenfalls auf Depotkosten. Plattformen wie Interactive Brokers stechen durch ihr großes Angebot und gebührenfreie Pläne hervor und zählen damit zu den günstigsten Anbietern für eine monatliche Sparrate von 200 CHF über zehn Jahre.
Risiken und Herausforderungen Dennoch bleiben Risiken bestehen: Markteinbrüche können die Rendite schmälern, und selbst niedrige Gebühren können sich über die Jahre summieren. Zudem müssen Anleger steuerliche Aspekte, psychologische Hürden in volatilen Phasen sowie die Tatsache bedenken, dass ETFs ihren Referenzindex nicht übertreffen können. Geduld und ein langfristiger Anlagehorizont sind entscheidend – kurzfristige Verluste können die Nerven belasten.
Fazit: Chancen und Risiken abwägen ETF-Sparpläne bieten eine unkomplizierte Möglichkeit, langfristig Vermögen aufzubauen. Da sie bei Schweizer Anlegern immer beliebter werden, wächst der Markt weiter. Doch der Erfolg hängt davon ab, sowohl die Vorteile – wie geringe Kosten und breite Streuung – als auch die Risiken – etwa Marktschwankungen und mögliche versteckte Kosten – genau zu verstehen.






