12 April 2026, 12:02

Wie ein Ikea-Kuscheltier den Makaken Punch zum Internetstar machte

Ein Grüne Meerkatze und ihr Baby sitzen auf dem Boden umgeben von Pflanzen, die Mutter hält das Baby nah an ihre Brust gepresst, beide zeigen neugierige Gesichtsausdrücke.

Wie ein Ikea-Kuscheltier den Makaken Punch zum Internetstar machte

Ein kleiner Makak namens Punch ist zum Mittelpunkt einer weltweiten Geschichte geworden, nachdem Zoowärter ihm ein Kuscheltier von Ikea zum Trost geschenkt hatten. Der junge Affe war von seiner Mutter im Ichikawa-Zoo in Japan verstoßen worden und entwickelte schnell eine enge Bindung zu dem Plüschtier. Fotos, die Punch mit seinem neuen Begleiter zeigen, verbreiteten sich rasend schnell in den sozialen Medien.

Die unerwartete Berühmtheit des Spielzeugs veranlasste Ikea zu einer Wohltätigkeitskampagne. Doch der Schritt löste auch Kritik aus – Vorwürfe lauteten, das Unternehmen nutze die emotionale Situation für Profitzwecke aus.

Punchs Geschichte begann, als Mitarbeiter des Ichikawa-Zoos bemerkten, dass seine Mutter ihn zurückgewiesen hatte. Um ihm Halt zu geben, erhielten er ein Ikea-Kuscheltier, das der Makak sofort annahm. Die Bilder des Äffchens, das sein Plüschtier umklammert, gingen um die Welt und zogen internationale Aufmerksamkeit auf sich.

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Ikea Spanien reagierte, indem es das Spielzeug in seinem Online-Katalog vorläufig in "Punchs Mama" umbenannte. Gleichzeitig kündigte Ikea Schweiz an, die Erlöse aus dem Verkauf des Stofftiers für Punchs Wohlergehen zu spenden. Die Aktion sollte die Bemühungen des Zoos unterstützen, sich um den jungen Primaten zu kümmern.

Doch fast so schnell, wie die Kampagne an Fahrt aufnahm, gab es auch Gegenwind. Viele Nutzer in sozialen Medien warfen Ikea vor, Punchs Schicksal für Marketingzwecke auszunutzen. Die Debatte eskalierte: Dürfen Unternehmen emotionale Viral-Trends kommerziell verwerten – selbst wenn sie damit gute Zwecke verbinden?

Die Aktion hat nicht nur Punchs Wohlbefinden in den Fokus gerückt, sondern auch Fragen zur unternehmerischen Verantwortung im Marketing aufgeworfen. Ikeas Spendenzusage bleibt zwar bestehen, doch die Kontroverse hat die ursprüngliche Absicht überschattet. Punch trägt unterdessen weiter sein geliebtes Stofftier mit sich – ahnungslos darüber, welche globale Diskussion er ausgelöst hat.

Quelle