Wie nicht-englische Musik 2021 die globalen Charts eroberte und Milliarden bewegte
Mila VoigtWie nicht-englische Musik 2021 die globalen Charts eroberte und Milliarden bewegte
Weltweite Musiktrends änderten sich 2021 radikal – nicht-englischsprachige Genres dominierten die Streaming-Plattformen. Künstler aus Lateinamerika, Südkorea und Brasilien brachen Rekorde und prägten die Branche neu. Der Aufstieg dieser Klänge brachte ihren Herkunftsländern auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
Bad Bunny wurde 2021 zum weltweit meistgestreamten Künstler – ausschließlich mit spanischsprachigen Songs. Sein Erfolg unterstrich den Boom des Latin Trap, dessen Beliebtheit auf Spotify im selben Jahr um 29 Prozent stieg. Auch Rosalía sorgte mit ihrem Album "Lux" für Furore, das Lieder in 14 verschiedenen Dialekten vereint und die sprachliche Vielfalt in der Musik zeigt.
K-Pop setzte seinen globalen Siegeszug fort: Die Streams auf Spotify stiegen 2021 um 31 Prozent. Gruppen wie BTS und Blackpink trieben Südkoreas Musikexporte auf über eine Milliarde Dollar pro Jahr (Stand 2022) und beflügelten Tourismus sowie Merchandise-Verkäufe. Gleichzeitig entwickelte sich Brasilianischer Funk zum am schnellsten wachsenden Genre weltweit – mit einem Zuschauerzuwachs von 36 Prozent. Anittas internationale Hits steigerten Brasiliens Streaming-Umsätze jährlich um 20 Prozent und stärkten lokale Labels.
Die Auswirkungen gingen über die Streaming-Zahlen hinaus: In Spotifys Top 50 der weltweit meistgestreamten Songs 2021 waren 16 verschiedene Sprachen vertreten – mehr als doppelt so viele wie 2020. Genres wie K-Pop, Latin Trap und Brazilian Funk generierten auf der Plattform über 100 Millionen Dollar an Tantiemen. Auch der mexikanische Musikmarkt wuchs um über 15 Prozent, angetrieben von Crossover-Erfolgen lateinamerikanischer Genres, die Live-Auftritte und Künstlerhonorare steigerten.
Der Aufstieg nicht-englischsprachiger Musik hat die globale Branche verändert – mit neuen Einnahmequellen und kulturellem Einfluss. Länder wie Südkorea, Brasilien und Mexiko profitierten wirtschaftlich von gestiegenen Streaming-Zahlen, Tourismus und Konzerten. Dieser Wandel spiegelt einen größeren Trend wider: Sprachliche und kulturelle Vielfalt prägen zunehmend die Mainstream-Musik.