Wiener Bezirke erhalten 2027 erstmals seit Jahren mehr Budgetmittel
Wiener Bezirke erhalten 2027 nach Jahren der Budgetstagnation mehr Geld
Die 23 Wiener Gemeindebezirke können sich 2027 über eine deutliche Aufstockung ihrer Mittel freuen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kündigte eine Erhöhung von rund 27 Millionen Euro an – das entspricht einem Anstieg der Gesamtbezirksbudgets um fast 10 Prozent. Der Schritt stößt im Gemeinderat auf breite Zustimmung aller politischen Fraktionen.
Die Stadt hatte die Bezirksbudgets 2023 im Rahmen von Sparmaßnahmen eingefroren. Nun sollen die Mittel wieder wachsen, mit besonderem Fokus auf langfristige Projekte. Eine zentrale Neuerung betrifft die Förderquote für Vorhaben im Rahmen von Topf 5b: Sie steigt 2027 von 40 auf 60 Prozent.
Mit der höheren Förderung will die Stadt mehr Investitionen in die lokale Infrastruktur anregen, etwa bei Schulrenovierungen. Ludwig betonte, dass eine stärkere Bezirksfinanzierung direkt die Lebensqualität der Bewohner verbessere. Seine Ankündigung fand über die Parteigrenzen hinweg Anerkennung – auch von Paul Stadler (FPÖ), dem ehemaligen Bezirksvorsteher von Simmering, der die Entscheidung als "lobenswert" bezeichnete.
Die zusätzlichen 27 Millionen Euro werden auf alle 23 Bezirke verteilt – von der Inneren Stadt bis Liesing. Durch die höheren Zuschüsse für langfristige Projekte rechnet die Stadt in den kommenden Jahren mit mehr Sanierungen und Modernisierungen. Die Änderungen treten 2027 in Kraft, nachdem die Budgets zuvor eingefroren waren.






