Wirtschaftsführer attackieren Ampel: "Zu wenig Reformen, zu viel Bürokratie"
Lina SeidelWirtschaftsführer attackieren Ampel: "Zu wenig Reformen, zu viel Bürokratie"
Deutsche Wirtschaftsführer zeigen sich zunehmend frustriert über die Bundesregierung. Eine aktuelle Umfrage offenbart weit verbreitete Unzufriedenheit – viele fordern dringend Reformen, um einen weiteren wirtschaftlichen Abstieg zu verhindern.
Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), warnt, dass Deutschland wöchentlich gute Arbeitsplätze verliere. Die Unzufriedenheit in der Wirtschaft bezeichnete er als „massiv“ und betonte, dass alle Seiten beteuern, bereit für Veränderungen zu sein.
Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der BDA ergab, dass 94 Prozent der Wirtschaftsführer der Ansicht sind, die Ampelkoalition unternehme zu wenig, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Zudem sehen 85 Prozent der Unternehmen übermäßige Bürokratie als größtes Hindernis für die Erholung. Weitere 60 Prozent der Führungskräfte befürchten, dass sich die Wirtschaftslage in der zweiten Jahreshälfte 2026 weiter verschlechtern wird.
Dulger drängt nun auf weitreichende Reformentscheidungen innerhalb der nächsten vier Wochen. Er verglich die aktuelle Situation mit der Vorrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft und bestehe darauf, dass zentrale Reformen bis Mitte Juli auf den Weg gebracht werden müssten. Gleichzeitig argumentierte er, die Wirtschaft könne die Wende noch aus eigener Kraft schaffen – dank innovativer Modelle, qualifizierter Fachkräfte und einer entschlossenen Belegschaft.
Dulger fordert einen „großen Durchbruch für die Unternehmen“ noch vor der Sommerpause. Der Druck auf die Regierung wächst, schnell zu handeln. Ohne spürbare Veränderungen könnte sich die wirtschaftliche Perspektive weiter eintrüben.






