24 March 2026, 06:42

WM 2024: Politische Krisen und Gewalt gefährden das Fußball-Großereignis

Ein Fußballtrainer auf dem Feld mit verschränkten Armen, der eine schwarze Jacke und Hose trägt, vor einem Zaun, einer Treppe und einer Wand.

WM 2024: Politische Krisen und Gewalt gefährden das Fußball-Großereignis

Die WM 2024 steht vor wachsender Unsicherheit, da politische Spannungen und Sicherheitsrisiken die Vorbereitungen überschatten. In den USA sorgen mögliche Einreiseverbote und Verlegungspläne für die Spiele des Iran für Kontroversen, während Gewalt in mexikanischen Gastgeberstädten Bedenken um die Sicherheit der Fans aufkommen lässt. Unterdessen trainiert die österreichische Nationalmannschaft weiter – doch die Zukunft von Teamchef Ralf Rangnick bleibt ungewiss.

In den USA eskalieren die Spannungen mit dem Iran, was zu Forderungen führt, die das Turnier verändern könnten. Die Regierung unter Ex-Präsident Trump hatte vorgeschlagen, die Spiele des Iran nach Mexiko zu verlegen oder Einreiseverbote für Fans aus dem Iran, Haiti, der Elfenbeinküste und dem Senegal zu verhängen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte die FIFA auf, die USA als Austragungsort aufgrund dieser Beschränkungen neu zu bewerten. Der deutsche Trainer Jogi Löw merkte an, dass das politische Klima die Mannschaften von ihrer Vorbereitung ablenke.

In Mexiko verschärft die jüngste Gewalt die Sorgen. Nach der Tötung des Drogenbosses "El Mencho" im Februar 2026 kam es in Gastgeberstädten wie Guadalajara zu Unruhen, woraufhin die deutsche Regierung von der FIFA strengere Sicherheitsvorkehrungen verlangte. Trotz Zusagen mexikanischer Behörden bleiben Bedenken hinsichtlich des Schutzes von Fans und Spielern bestehen.

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Die österreichische Nationalmannschaft konzentriert sich unterdessen auf ihre eigenen Pläne. Aktuell im Trainingslager in Marbella, arbeitet das Team an der Stärkung seiner Mannschaftsstruktur vor dem Turnier. ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel räumte die Herausforderungen ein, betonte jedoch, man konzentriere sich auf das Machbare. Co-Trainer Lars Kornetka, der zeitweise für seinen neuen Posten bei Eintracht Braunschweig wechselt, soll vor der WM zurückkehren.

Ungeklärt bleibt die Zukunft von Teamchef Ralf Rangnick. Sein Vertrag läuft nach dem Turnier aus, und obwohl sowohl der ÖFB als auch Rangnick vor dem Event Klarheit anstreben, wird es vor den April-Testspielen keine Entscheidung geben. Gespräche zwischen Rangnick und ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll laufen noch, wobei Schöttel optimistisch auf eine mögliche Vertragsverlängerung blickt.

Die WM 2024 ist zunehmend in geopolitische Konflikte und logistische Hürden verstrickt. Mannschaften wie der Iran könnten vor Teilnahmeschwierigkeiten stehen, während die Sicherheitsbedenken in Mexiko die FIFA zum Handeln zwingen. Österreich hingegen balanciert zwischen Trainingsvorbereitung und Vertragsverhandlungen – Rangnicks Rolle bleibt mindestens bis April offen. Ob das Turnier reibungslos über die Bühne geht, hängt davon ab, wie diese Probleme in den kommenden Monaten gelöst werden.

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