18 March 2026, 06:34

Bayerns Ministerin fordert Reformen: Apotheken brauchen mehr Geld und Schutz

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwecks bis dreimal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Bayerns Ministerin fordert Reformen: Apotheken brauchen mehr Geld und Schutz

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach fordert dringende Bundesreformen zur Unterstützung der Apotheken in ganz Deutschland. Der Vorstoß erfolgt, während Landesregierungen – darunter auch Bayern – höhere Vergütungen und strengere Regeln für den Apothekenbetrieb einfordern. In einer jüngsten Sitzung des Bundesrates wurden diese Positionen unterstrichen, indem zentrale Vorschläge des Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) abgelehnt wurden.

Ende Januar bekräftigte der Bundesrat seine Kernforderungen zur Finanzierung und Regulierung von Apotheken. Ein zentraler Punkt war die Erhöhung der Festgebühr für verschreibungspflichtige Medikamente von 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Packung. Zudem lehnte das Gremium Lockerungen bei der Eröffnung von Filialapotheken ab und bestand auf strengere Kontrollen.

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Gerlach, die für die CSU-geführte bayerische Landesregierung spricht, betonte die Notwendigkeit zügiger Maßnahmen. Sie hob die unverzichtbare Rolle der Apotheken im öffentlichen Gesundheitswesen hervor, insbesondere bei der Krankheitsvorsorge. Gleichzeitig lehnte Bayern entschieden Pläne ab, nach denen Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) Apotheker ersetzen dürfen – mit der Begründung, dies könnte die Patientensicherheit gefährden.

Die Haltung des Bundesrates deckt sich mit dem breiteren Druck der Länder, die Apothekenvergütung zu erhöhen. Aktuelle Daten zu früheren Debatten über Gebührenanpassungen oder Gesetzesvorhaben zu diesem Thema liegen jedoch nicht vor.

Mit der klaren Ablehnung von Personalersatz durch PTA und der Deregulierung von Filialapotheken setzt der Bundesrat ein deutliches Zeichen. Da Bayern die Forderungen nach höheren Gebühren anführt, wächst der Druck auf die Bundesregierung, zu reagieren. Änderungen bei der Apothekenfinanzierung oder den Personalvorgaben erfordern nun weitere Verhandlungen zwischen Ländern und Politik.

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