31 March 2026, 06:01

Berliner Polizei durchsucht Wohnungen von zwölf Beamten wegen Verdachts auf Justizbehinderung

Ein schildförmiges Polize abadge mit 'Polizei Berlin' in fetter schwarzer Schrift auf einem blauen Hintergrund mit einem weißen Stern und Rahmen, das auf einer Oberfläche ruht.

Berliner Polizei durchsucht Wohnungen von zwölf Beamten wegen Verdachts auf Justizbehinderung

Die Berliner Polizei hat heute Razzien in den Wohnungen von zwölf Beamten durchgeführt, die verdächtigt werden, in einem spektakulären Diebstahlsfall die Justiz behindert zu haben. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen eine gestohlene Goldmünze sowie ein angeblicher fingierter Verkehrsstop, bei dem ein hochrangiger Polizist in einen Raub verwickelt gewesen sein soll. Bei den heutigen Durchsuchungen beschlagnahmten die Behörden Mobiltelefone als mögliche Beweismittel.

Der Fall begann mit dem Diebstahl einer Goldmünze aus einem Polizeirevier in Kreuzberg in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 2021. Zwölf Beamte, darunter der damalige Revierleiter, stehen nun unter dem Verdacht, die Identität des Täters gekannt, diese jedoch nicht gemeldet zu haben. Unter den Beschuldigten befinden sich vier Frauen und acht Männer im Alter zwischen 34 und 61 Jahren.

Weitere Vorwürfe kamen im August 2023 auf, als bei einem fingierten Verkehrsstop 57.000 Euro und zwei Mobiltelefone gestohlen wurden. Ein 45-jähriger hochrangiger Beamter wurde in diesem Zusammenhang am 6. Mai 2024 festgenommen. Die Ermittler werteten Chatverläufe aus den Handys des mutmaßlichen Täters und des Opfers aus, was schließlich zu den heutigen Razzien führte.

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Die Durchsuchungen richteten sich gegen Beamte der Direktion 5 (Stadt) und erfolgten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Berlin. Gegen die Beschuldigten wird nun disziplinarrechtlich ermittelt. Stand März 2026 sind keine weiteren Beamten über die ursprünglichen zwölf hinaus in die Ermittlungen einbezogen.

Die Razzien stellen einen bedeutenden Schritt in den laufenden Ermittlungen wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens von Polizisten dar. Die beschlagnahmten Mobiltelefone werden nun auf weitere Beweise untersucht. Der Fall bleibt weiterhin offen, mögliche disziplinarische Maßnahmen gegen die beschuldigten Beamten stehen noch aus.

Quelle