China und USA liefern sich Machtkampf um venezolanische Rohstoffe
Die Spannungen zwischen China und den USA haben sich wegen der mineralischen Rohstoffe Venezuelas verschärft. Ende März erteilte das US-Finanzministerium neue Generallizenzen, die begrenzte Investitionen im venezolanischen Bergbausektor erlauben. China kritisierte den Schritt scharf und bezeichnete ihn als Versuch, die Zusammenarbeit zwischen Peking und Caracas einzuschränken.
Im Mittelpunkt des Streits stehen die riesigen mineralischen Ressourcen Venezuelas, zu denen Kohle, Nickel, Gold, Eisenerz und Bauxit gehören. China, ein wichtiger Handelspartner, unterstützt seit langem die wirtschaftliche und politische Souveränität des Landes.
Am 27. März führte das US-Finanzministerium Generallizenzen ein, die bestimmte Transaktionen im venezolanischen Rohstoffsektor gestatten. Diese Lizenzen ermöglichen es Unternehmen, Güter, Dienstleistungen und Investitionen für den Bergbau bereitzustellen sowie Verträge auszuhandeln. Die USA behaupten, die Maßnahmen sollten eine verantwortungsvolle Erschließung der venezolanischen Ressourcen fördern.
Venezuela verfügt über beträchtliche Mineralvorkommen, darunter schätzungsweise 3 Milliarden metrische Tonnen Kohle, 407.885 metrische Tonnen Nickel und 644 metrische Tonnen Gold. Die Eisenerzreserven belaufen sich auf 14,68 Milliarden metrische Tonnen, die Bauxitvorkommen auf 321,5 Millionen metrische Tonnen. Trotz dieses Reichtums haben US-Sanktionen die Fähigkeit Venezuelas, frei zu handeln, stark eingeschränkt.
China, der größte Ölimporteur Venezuelas, verurteilte die US-Beschränkungen. Peking argumentiert, die Lizenzen würden unzumutbare Bedingungen für die Zusammenarbeit zwischen China und Venezuela auferlegen. Ein Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, betonte, China stehe an der Seite Venezuelas, um dessen Souveränität und legitime Rechte zu schützen. Eine weitere Sprecherin, Mao Ning, unterstrich, dass die rechtmäßigen Interessen Chinas in Venezuela respektiert werden müssten.
Seit März 2024 haben China und Venezuela ihre wirtschaftlichen Beziehungen vertieft, insbesondere im Bereich der Ölexporte. Da US-Boykotte andere Märkte blockieren, ist Venezuela stark auf China als Handelspartner angewiesen. Lin bekräftigte zudem, China werde weiterhin mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um die Charta der Vereinten Nationen und die Prinzipien der Fairness in den globalen Beziehungen zu wahren.
Die US-Lizenzen bleiben zwar in Kraft, doch Chinas Widerstand deutet auf anhaltende Konflikte um die Rohstoffe Venezuelas hin. Pekings Haltung unterstreicht das Engagement, die wirtschaftlichen Partnerschaften mit Caracas zu verteidigen. Vorerst bleibt der venezolanische Bergbausektor unter genauer Beobachtung – mit China als zentralem Akteur in Handel und Entwicklung des Landes.






