Duterte attackiert Marcos' Führung und fordert mehr Gerechtigkeit für Whistleblower
Lina SeidelDuterte attackiert Marcos' Führung und fordert mehr Gerechtigkeit für Whistleblower
Vizepräsidentin Sara Duterte hat Präsident Ferdinand "Bongbong" Marcos Jr. erneut scharf kritisiert und seine Führung in mehreren Bereichen infrage gestellt. Ihre Äußerungen fielen während eines Besuchs in Digos City, wo sie eines ermordeten Anti-Korruptionsaktivisten gedachte. Unterdessen setzt die Regierung ihre Rückholaktionen für Philippiner fort, die vor dem Konflikt im Nahen Osten fliehen.
Am 16. März 2026 warf Duterte Marcos öffentlich vor, er habe "als Präsident zahlreiche Versäumnisse". Sie prangerte insbesondere seinen Mangel an Einfühlungsvermögen gegenüber den Bürgern sowie seinen Umgang mit Skandalen um öffentliche Gelder an. Die Kritik reiht sich in ihre früheren Vorwürfe gegen die Politik der Regierung ein.
Während ihres Aufenthalts in Digos City nahm Duterte an der Enthüllung einer Statue für Oscar "Dodong" Bucol teil, einen Barangay-Kapitän, der bei der Aufdeckung von Korruption ermordet worden war. Sie äußerte die Hoffnung, dass Bucol und anderen, die für ihr Engagement bedroht werden, Gerechtigkeit widerfahre. Der Besuch unterstrich ihre Unterstützung für Whistleblower und Opfer von Gewalt.
Parallel dazu führt die philippinische Regierung im Rahmen des Bagong Pilipinas-Rückführungsprogramms die Repatriierung von Philippinern durch, die vom Nahost-Konflikt betroffen sind. Über 1.000 Arbeitsmigranten sollen zurückkehren; die Koordination übernehmen das Ministerium für Migrantarbeiter (DMW) und die Behörde für das Wohl overseas beschäftigter Arbeitnehmer (Owwa). Präsident Marcos leitet die übergreifenden Maßnahmen, während die Behörden die Ankunft der Rückkehrer am Flughafen Manila organisieren.
Duterte zeigte sich zudem solidarisch mit den durch den Konflikt vertriebenen Arbeitsmigranten. Ihr Büro betreibt das Hilfsprogramm RIICE, das Philippinern in Krisensituationen – darunter auch von internationalen Konflikten Betroffenen – Unterstützung bietet. Lokale Regierungen wie die von Iloilo City beobachten Hundertschaft von Übersee-Arbeitnehmern in der Region, auch wenn die genauen Zahlen der Rückkehrer noch nicht bestätigt sind.
Die jüngsten Aussagen der Vizepräsidentin vertiefen die bestehenden Spannungen zwischen ihrem Amt und der Marcos-Regierung. Die Rückholaktionen laufen derweil weiter, während die Behörden die heimkehrenden Arbeitskräfte unterstützen. Sowohl der Umgang der Regierung mit Korruption als auch ihre Politik zum Schutz philippinischer Migranten bleiben Gegenstand öffentlicher Debatten.






