EAWU-Verkehrsminister beschließen Digitalisierung und effizientere Transportkorridore
Emil LangeEAWU-Verkehrsminister beschließen Digitalisierung und effizientere Transportkorridore
Verkehrsminister aus der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) treffen sich in St. Petersburg zu Schlüsselberatungen
In St. Petersburg kamen führende Vertreter der Verkehrsbehörden der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) zu einer zentralen Sitzung des Rates der Verkehrsminister zusammen. Im Mittelpunkt standen die Optimierung grenzüberschreitender Frachtkontrollen, der Ausbau digitaler Verkehrssysteme sowie die langfristige Planung der eurasischen Transportkorridore.
Eröffnet wurde die Konferenz mit einer Bestandsaufnahme des Umfassenden Entwicklungsplans für eurasische Transportkorridore. Die Teilnehmer billigten Leistungsziele und aktualisierten die sogenannten "Korridorpässe", die betriebliche Standards für die wichtigsten Routen festlegen. Zudem wurde die Roadmap zur Umsetzung der zentralen Verkehrsziele für den Zeitraum 2027–2029 erörtert, wobei der Fortschritt bei früheren politischen Vorhaben bewertet wurde.
Digitalisierung im Fokus: Nahtloser Datenaustausch an den EAWU-Außengrenzen Ein zentrales Thema war die Digitalisierung, insbesondere die Verbesserung des Informationsaustauschs an den externen Grenzen der Union. Der Rat prüfte, wie nationale Systeme die Fahrzeugkontrollen effizienter gestalten können – mit Schwerpunkt auf technologische Tests und vernetzte Abläufe. Ein vorrangiges Ziel bleibt die Vereinfachung der Abfertigung von Frachtfahrzeugen beim Ein- und Austritt aus dem EAWU-Raum.
Ebenfalls beschlossen wurden einheitliche Datenanforderungen für Sondergenehmigungen, etwa für Schwertransporte, Gefahrgut oder großvolumige Fracht auf ausgewiesenen EAWU-Routen. Die neuen Regelungen sollen Genehmigungsverfahren standardisieren und gleichzeitig Sicherheit sowie Effizienz erhöhen.
Fortschritte bei der Verkehrsintegration: Digitalplattform und Rail-Capacity-Daten Arsybek Koschoschew, Minister für Energie und Infrastruktur der Eurasischen Wirtschaftskommission (EWK), präsentierte die Ergebnisse zu den Schwerpunkten der Verkehrspolitik. Sein Bericht hob die seit 2022 erzielten Fortschritte hervor, darunter eine einheitliche digitale Plattform für Echtzeitdaten zur Schienenkapazität. Dieses System, das bis 2025 voll funktionsfähig sein soll, ist Teil der Eurasischen Integrationserklärung bis 2030 und zielt auf eine Steigerung des grenzüberschreitenden Frachtaufkommens um 30 Prozent sowie eine bessere Schienenanbindung ab.
Weiterhin behandelte der Rat das Europäische Übereinkommen über die Arbeit des Fahrpersonals im internationalen Straßenverkehr (AETR). Zudem wurden gemeinsame Infrastrukturprojekte mit Nicht-EAWU-Staaten erörtert, um die transportpolitische Zusammenarbeit über die Union hinaus auszubauen.
Stärkere Eisenbahnlogistik durch abgestimmte Kapazitätsplanung Abschließend billigten die Teilnehmer den Bericht "Verbesserung des Informationsaustauschs über Schieneninfrastrukturkapazitäten in den EAWU-Mitgliedstaaten". Das Dokument betont, wie die engere Zusammenarbeit zwischen Russland, Belarus, Kasachstan, Armenien und Kirgisistan die Schienenlogistik gestärkt hat – insbesondere entlang kritischer Routen wie dem Nord-Süd-Korridor.
Konkrete Schritte zur Modernisierung der EAWU-Verkehrsnetze Die Beratungen in St. Petersburg mündeten in klare Beschlüsse: strengere Datenvorgaben für Genehmigungen, digitale Werkzeuge für Grenzkontrollen und eine gemeinsame Plattform für aktuelle Schienenkapazitäten. Diese Maßnahmen sollen die Effizienz im Güterverkehr steigern, Wartezeiten verkürzen und den Handel über die eurasische Region hinweg erleichtern.






