Eklatante Lohnkluft: Managergehälter explodieren – Arbeitnehmer bleiben zurück
Lina SeidelEklatante Lohnkluft: Managergehälter explodieren – Arbeitnehmer bleiben zurück
Die weltweite Ungleichheit nimmt weiter zu, während die Gehälter von Führungskräften in schwindelerregende Höhen steigen und die Löhne der meisten Arbeitnehmer kaum wachsen. Ein neuer Bericht zeigt einen eklatanten Gegensatz zwischen explodierenden Spitzenverdiener-Einkommen und stagnierenden Löhnen für die breite Masse der Beschäftigten. Gleichzeitig verschärfen Warnungen vor wachsender Armut die Sorgen über die wirtschaftliche Kluft in der Gesellschaft.
Die Schere zwischen Topverdienern und dem Rest der Belegschaften hat sich dramatisch geweitet. Im Jahr 2025 erhielten die 1.500 bestbezahlten Konzernchefs im Schnitt jeweils 8,4 Millionen US-Dollar – ein Anstieg um 11 Prozent gegenüber 2024 und sogar 54 Prozent mehr als noch 2019.
Für die meisten Arbeitnehmer hingegen blieb der Lohnzuwachs minimal. Das globale Durchschnittseinkommen lag 2025 bei 17.156 US-Dollar – ein Zuwachs von nur 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2019 bedeutet dies sogar einen Rückgang um 12 Prozent.
Auch die Verlangsamung beim Rückgang der Armut gibt Anlass zur Sorge. Seit 2020 ist die jährliche Rate, mit der die Zahl der erwerbstätigen Armen sinkt, von 7 auf nur noch 3 Prozent gefallen. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) warnt nun, dass aufgrund der anhaltenden Golfkrise bis zu 32 Millionen weitere Menschen in Armut abrutschen könnten.
Als Reaktion darauf fordert Oxfam die Regierungen zum Handeln auf. Die Organisation verlangt zeitlich klar definierte Pläne mit messbaren Zielen zur Verringerung der Ungleichheit sowie regelmäßige Überprüfungen der Fortschritte. Zudem setzt sie sich für höhere Steuern auf Superreiche und strengere Regeln für Lobbyismus sowie die Finanzierung politischer Wahlkämpfe durch Vermögende ein.
Die Daten offenbaren eine erschreckende Kluft zwischen den rasant steigenden Managergehältern und den stagnierenden Einkommen der Arbeitnehmer. Angesichts wachsender Armutsrisiken steigt der Druck auf die Politik, mit entschlossenen Maßnahmen gegen die Ungleichheit vorzugehen. Oxfams Vorschläge zielen darauf ab, durch gezielte Besteuerung und Regulierung der Spitzenverdiener messbare Veränderungen herbeizuführen.






