Epstein-Fall: Justizministerium wehrt sich gegen Verschwörungstheorien und betont laufende Ermittlungen
Hannah RichterEpstein-Fall: Justizministerium wehrt sich gegen Verschwörungstheorien und betont laufende Ermittlungen
Stellvertretender Justizminister Todd Blanche hat sich zu den anhaltenden Bedenken bezüglich des Vorgehens des Justizministeriums im Fall Jeffrey Epstein geäußert. Vor einer geplanten Unterrichtung des Kongresses wies er Verschwörungstheorien zurück und betonte erneut das Engagement der Behörde, alle Beteiligten zur Verantwortung zu ziehen.
Die jüngste Festnahme von Prinz Andrew im Vereinigten Königreich hat die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Fall gelenkt, in dem seit Epsteins Tod 2019 keine Anklagen in den USA erhoben wurden.
Blanche bestätigte, dass in Epsteins Akten Hinweise auf sexuelle Handlungen mit minderjährigen Frauen enthalten seien. Zudem gab er bekannt, dass in Epsteins Wohnhaus Jahre nach Abschluss der ursprünglichen Ermittlungen Kameras installiert worden seien.
In seinen Aussagen rief er alle, die Beweismaterial im Zusammenhang mit Epstein besitzen, auf, sich bei dem FBI zu melden. Er wies Vorwürfe zurück, die Behörde vernachlässige die Opfer, und versicherte, die Ermittler seien weiterhin aktiv auf der Suche nach Tätern.
Das Justizministerium steht seit Langem in der Kritik wegen seiner Handhabung des Falls. Blanche versuchte, dem entgegenzuwirken, indem er Theorien über Epsteins Tod und dessen weitere Verbindungen zurückwies. Seine für Mittwoch geplante Unterrichtung des Kongresses soll weitere Updates zum Stand der Ermittlungen liefern.
Obwohl in den USA seit Epsteins Tod keine neuen Anklagen erhoben wurden, halten aktuelle Entwicklungen im Ausland – wie die Festnahme Prinz Andrews im letzten Monat – den Fall in der Öffentlichkeit präsent. Der ehemalige Prinz war im Vereinigten Königreich unter dem Verdacht der Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit Epstein festgenommen worden.
Blanches Aussagen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem das Justizministerium weiterhin mit Fragen zu seinem Umgang mit dem Epstein-Fall konfrontiert ist. Da seit 2019 keine Verurteilungen in den USA stattfanden, liegt der Fokus weiterhin auf den laufenden Ermittlungen und internationalen Entwicklungen.
Die anstehende Unterrichtung des Kongresses könnte weitere Klarheit über die nächsten Schritte der Behörde bringen.






