16 March 2026, 16:41

Estlands Präsident feiert Muttersprache mit 12-stündigem Lese-Marathon

Ein Plakat des Eesti Kunstimuseums in Estland, das ein Gebäude mit Fenstern, Fahrzeuge am Boden, Bäume und einen Himmel im Hintergrund zeigt, mit Text unten.

Estlands Präsident feiert Muttersprache mit 12-stündigem Lese-Marathon

Estlands Präsident Alar Karis veranstaltete Marathonesen zum Tag der Muttersprache

Zum Feiern des Tags der Muttersprache lud Estlands Präsident Alar Karis zu einem ganztägigen Lese-Marathon auf die Freitreppe seiner Residenz ein. Die Veranstaltung am 14. März markierte zugleich den Geburtstag von Kristjan Jaak Peterson, einer Schlüsselfigur der modernen estnischen Dichtung. Interessierte konnten vor Ort dabei sein oder den Livestream über den Tag hinweg verfolgen.

Der Marathon begann exakt mit Sonnenaufgang um 6:41 Uhr und dauerte bis zum Sonnenuntergang um 18:21 Uhr. Fast 70 Vorleser:innen reihten sich ab, um in Zehn-Minuten-Abschnitten Auszüge aus verschiedenen literarischen Werken zu präsentieren. Unter den Teilnehmer:innen waren prominente Persönlichkeiten aus Politik, Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport aus ganz Estland vertreten.

Der Lese-Marathon folgte auf den 19. Live-Rechtschreibwettbewerb der Plattform Vikuur, der am Vortag stattfand. Bei dem digitalen Diktat, einem jährlichen estnischen Rechtschreibwettstreit, gingen 8.451 Einsendungen von Teilnehmenden im Alter zwischen 9 und 91 Jahren ein. Nähere Angaben zur Anzahl der beteiligten Schulen oder zur regionalen Verteilung liegen jedoch nicht vor.

Der Tag der Muttersprache selbst ehrt Kristjan Jaak Peterson, dessen Werk den Grundstein für die moderne estnische Lyrik legte. Der Marathon war zugleich eine Hommage an die Sprache und eine Schau estnischer Literaturkultur.

Mit fast 70 Mitwirkenden und einem ganzen Tag voller Lesungen unterstrich die Veranstaltung die Bedeutung der estnischen Sprache und Literatur. Sie zeigte, wie sehr sich das Land dem Erhalt seines sprachlichen Erbes verpflichtet fühlt. Auch der Rechtschreibwettbewerb am Vortag machte deutlich, wie groß das öffentliche Interesse an sprachbezogenen Aktivitäten ist.

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