Festnahme in Portugal: Verdächtiger mit gefälschten Papieren und McCann-Verbindung
Lina SeidelFestnahme in Portugal: Verdächtiger mit gefälschten Papieren und McCann-Verbindung
Ein 42-jähriger Mann ist in Portugal festgenommen worden, weil er gefälschte Ausweisdokumente besaß. Die Verhaftung erfolgte im Rahmen einer langjährigen Ermittlung wegen seines mutmaßlichen Involvements in weitere Straftaten. Die Behörden prüfen nun eine mögliche Auslieferung nach Brasilien.
Erstmals war der Verdächtige 2013 bei einer Verkehrskontrolle in Brasilien aufgefallen. Die Polizei stellte damals fest, dass er einen gefälschten Führerschein bei sich trug. Im Falle einer Verurteilung droht ihm für diese Tat eine Haftstrafe von bis zu sechs Jahren.
Die portugiesische Justizpolizei (Policia Judiciária, PJ) nahm ihn diese Woche in Gewahrsam. In Kürze muss er sich vor dem Berufungsgericht in Lissabon verantworten. Die Richter werden über Zwangsmaßnahmen entscheiden und prüfen, ob ein Auslieferungsverfahren eingeleitet wird.
Der Mann stand bereits in Verbindung mit einem weiteren prominenten Fall. Ab Mai 2007 untersuchte die PJ das Verschwinden von Madeleine McCann in Praia da Luz. Die Ermittlungen umfassten forensische Tests, Zeugenbefragungen und die Auswertung von Telefonverbindungsdaten. Später unterstützten deutsche Behörden die Ermittler und teilten 2020 Erkenntnisse mit, die auf den Verdächtigen hindeuteten.
Der Festgenommene bleibt vorerst in Haft, während die rechtlichen Schritte eingeleitet werden. Portugiesische und brasilianische Behörden werden das weitere Vorgehen abstimmen. Seine Gerichtsverhandlung wird zeigen, ob er sich in Brasilien vor Gericht verantworten oder mit weiteren Anklagen in Portugal rechnen muss.






