16 March 2026, 18:43

Finanzmärkte erholen sich trotz Eskalation im Nahen Osten und Iran-Konflikt

Ein Plakat von Wien, Österreich, mit einigen Gebäuden, einer Brücke und Text, der die Stadt und ihre Attraktionen beschreibt.

Finanzmärkte erholen sich trotz Eskalation im Nahen Osten und Iran-Konflikt

Weltweite Märkte zeigen trotz anhaltender Konflikte im Nahen Osten Erholungszeichen

Am Montag zeigten die globalen Märkte trotz des anhaltenden Krieges im Nahen Osten erste Anzeichen einer Erholung. Die Wiener Börse beendete eine dreiwöchige Verlustserie, während die Industrieproduktion in den USA leicht anstieg. Dennoch bleibt die Lage angespannt, da Israel und der Iran in die dritte Woche ihrer direkten militärischen Auseinandersetzung gehen.

Die jüngste Eskalation begann am 28. Februar 2026, als Israel und die USA eine zweite Welle von Luftangriffen auf iranisches Gebiet flogen. Dies folgte auf einen zwölf Tage andauernden Krieg im Juni 2025, bei dem iranische Nuklear- und Militäranlagen angegriffen und hochrangige Kommandeure getötet worden waren. Bei den jüngsten Schlägen kam auch der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei ums Leben; großangelegte Angriffe hielten bis Mitte März an.

In der Nacht auf Montag griffen israelische Streitkräfte Ziele im Iran an, während iranische Drohnen den Betrieb am Flughafen Dubai vorübergehend lahmlegten und eine wichtige Ölanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen. Die Straße von Hormus, eine lebenswichtige Route für den globalen Öltransport, bleibt bedroht – ein Grund für die EU-Außenminister, über Schutzmaßnahmen zu beraten.

Trotz der Instabilität reagierten die Finanzmärkte positiv. Der österreichische ATX-Index stieg um 0,67 Prozent auf 5.298,49 Punkte und beendete damit eine längere Abwärtsphase. Die Aktien des Technologiekonzerns AT&S verzeichneten mit einem Plus von 4,56 Prozent die stärksten Gewinne. In den USA wuchs die Industrieproduktion im Februar um 0,2 Prozent und übertraf damit die Prognosen – ein Zeichen für wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit.

Die Markterholung steht im Kontrast zur sich verschärfenden geopolitischen Krise. Europäische Staaten konzentrieren sich nun auf den Schutz der Ölrouten durch die Straße von Hormus. Gleichzeitig zeigt die US-Wirtschaft vorsichtige Stärke, doch die langfristigen Folgen des Konflikts bleiben ungewiss.

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