Frankreichs Lehrer streiken gegen Stellenabbau und Budgetkürzungen im März 2026
Hannah RichterFrankreichs Lehrer streiken gegen Stellenabbau und Budgetkürzungen im März 2026
Französische Lehrkräfte bereiten sich auf landesweite Streiks Ende März vor. Die Proteste richten sich gegen geplante Stellenstreichungen und Kürzungen im Bildungsetat für das Schuljahr 2026/2027. In ganz Frankreich könnten Schulen schließen, da sich Mitarbeiter gegen die Haushaltsvorschläge der Regierung aussprechen und ihre Arbeit niederlegen.
Der landesweite Streik beginnt am 30. März und dauert bis zum 3. April. Zusätzlich ist für den 31. März ein weiterer bundesweiter Streiktag geplant, an dem viele Schulen geschlossen bleiben könnten. Bereits zuvor hatte es in Städten wie Lille, Bordeaux und Paris sowie in den Überseegebieten erste Arbeitsniederlegungen gegeben.
Schulen bleiben geöffnet, wenn weniger als 25 Prozent des Lehrpersonals streiken. Bei einer Beteiligung von mehr als einem Viertel der Lehrkräfte sind Schließungen jedoch wahrscheinlich. Eltern werden vor den Streiktagen über den Status der Schulen informiert.
Der Haushaltsplan der Regierung für 2026 sieht rund 4.000 Stellenstreichungen im Bildungsbereich vor, vor allem bei Lehrkräften. Gewerkschaften wie die SNES-FSU lehnen diese Pläne ab und fordern stattdessen kleinere Klassen und bessere Ausstattung. Sie bestätigten zudem, dass sich Lehrkräfte zu weiteren Protesten bereit erklären.
Ab dem Schuljahr 2026/2027 sind leistungsbezogene Kurse in Französisch und Mathematik nicht mehr verpflichtend. Diese Änderung ist Teil umfassender Reformen im Bildungssystem, wobei für dieses Jahr noch keine Entlassungen von Lehrkräften bestätigt wurden.
Regionale Streiks sind zudem für den 26. März in den Schulbezirken Poitiers und Aix-Marseille geplant. Diese Proteste erhöhen den Druck auf die Bildungsbehörden im Vorfeld der landesweiten Arbeitsniederlegungen.
Die Streiks werden den Schulbetrieb für tausende Schüler in ganz Frankreich beeinträchtigen. Während die Gewerkschaften mehr Mittel und kleinere Klassen fordern, sieht sich die Regierung weiterhin mit Widerstand gegen ihre Haushaltspläne konfrontiert. Weitere Updates zu Schulschließungen werden im Vorfeld der Streiktage bekannt gegeben.






