Gastronomie und Hotellerie kämpfen mit Rekordkosten und schwindender Nachfrage
Emil LangeGastronomie und Hotellerie kämpfen mit Rekordkosten und schwindender Nachfrage
Die Hotel- und Gastronomiebranche steht vor enormen Herausforderungen, da steigende Kosten und sinkende Verbraucherausgaben ihre Spuren hinterlassen. Jana Schimke, die neue Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), bezeichnet die Lage als dramatisch.
Die Inflation setzt der Branche stark zu. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent zurückgegangen. Viele Menschen sparen angesichts der wirtschaftlichen Belastung zunehmend beim Essen außerhalb der eigenen vier Wände.
Fast alle Betriebe der Branche nennen steigende Energie- und Spritpreise als großes Problem. Acht von zehn kämpfen zudem mit höheren Ausgaben für Transport und Logistik. Hinzu kommt, dass 86 Prozent mit stark gestiegenen Preisen für Lebensmittel und Getränke zu kämpfen haben.
Der Konflikt im Iran hat die Situation weiter verschärft. Insgesamt geben 76 Prozent der Hotels und Restaurants an, dass die Verbraucherausgaben dadurch zurückgehen. Auch die Stornierungen nehmen zu – 47 Prozent der Betriebe sind betroffen. Die Hälfte aller Hotels und 38 Prozent der Restaurants verzeichnen rückläufige Buchungen.
Die Branche gerät von mehreren Seiten unter Druck. Höhere Kosten und eine schwächere Nachfrage drücken die Gewinne. Nun bleibt abzuwarten, ob sich die Lage in den kommenden Monaten bessert.






