GIO Stadium in Canberra: Verletzter Trainer entfacht Sanierungsdebatte neu
Mila VoigtGIO Stadium in Canberra: Verletzter Trainer entfacht Sanierungsdebatte neu
Canberras GIO Stadium steht nach neuem Vorfall unter Druck: Dringende Sanierung gefordert
Nach einem weiteren viel beachteten Zwischenfall mehren sich die Forderungen nach sofortigen Modernisierungsmaßnahmen für das GIO Stadium in Canberra. Die Arena, deren veraltete Infrastruktur seit Langem in der Kritik steht, wurde nun zum Schauplatz eines Vorfalls, bei dem der Trainer der Canterbury Bulldogs, Cameron Ciraldo, durch zerberstendes Glas verletzt wurde. Kritiker betonen, dass der desolate Zustand des Stadions nicht länger ignoriert werden könne.
Bei dem jüngsten Vorfall erlitt Ciraldo Schnittverletzungen, nachdem in seiner Nähe eine Glasscheibe zerbrochen war. Seine Verletzung hat die Frustration über den Zustand der Spielstätte neu entfacht. Canberras Trainer Ricky Stuart bezeichnete das Stadion als "ein beschissenes Stadion" und warf den Verantwortlichen vor, die Anlage jahrelang vernachlässigt zu haben.
Auch der ehemalige Wallabys-Spieler und Senator David Pocock unterstützte diese Kritik und erklärte, das Stadion sei "offensichtlich längst überfällig" für eine grundlegende Sanierung oder einen kompletten Neubau. Die marode Infrastruktur hat Canberra bereits Chancen gekostet: Wegen der veralteten Ausstattung scheiterte die Bewerbung um die Austragung großer Turniere – trotz der Erfolge lokaler Mannschaften wie der ACT Brumbies.
Laut aktuellen Plänen von März 2026 soll die Umgestaltung des Stadions Ende 2026 beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein. Doch das Projekt gilt eher als Modernisierung denn als kompletter Neubau, und mögliche Verzögerungen könnten den Zeitplan weiter in die Länge ziehen.
Die anhaltenden Probleme setzen die Verantwortlichen zunehmend unter Zugzwang, schneller zu handeln. Ohne baldige Maßnahmen droht Canberra, weitere Veranstaltungen zu verlieren und seinen Ruf als Sportmetropole zu beschädigen. Nach Ciraldos Verletzung könnte nun auch der Fertigstellungstermin 2030 neu hinterfragt werden.






