18 March 2026, 01:17

Jared Letos umstrittene Markenanmeldung in Russland löst Empörung aus

Schwarz-weiß-Foto einer Frau in traditioneller russischer Kopfbedeckung und langem Rock auf dem Cover eines russischen Magazins von 1936 mit großer weißer Schrift oben.

Jared Letos umstrittene Markenanmeldung in Russland löst Empörung aus

Jared Leto hat in Russland eine Markenanmeldung eingereicht – ein Schritt, der mitten im anhaltenden Ukraine-Krieg für Kontroversen sorgt. Die Initiative folgt auf jüngste Äußerungen des Schauspielers und Musikers, in denen er seinen Wunsch äußerte, in Russland aufzutreten, was scharfe Kritik von ukrainischen Behörden und Beobachtern auslöste. Der Antrag, der im März 2026 eingereicht wurde, umfasst Bekleidung, Unterhaltungsangebote und Filmproduktionen unter seinem Namen.

Die Markenanmeldung wurde im März 2026 bei den russischen Behörden eingereicht. Sie sieht den Verkauf von Kleidung, Schuhen und Kopfbedeckungen vor sowie die Erbringung von Unterhaltungsdienstleistungen, die Veröffentlichung von Musik und die Produktion von Filmen. Öffentliche Unterlagen bestätigen jedoch keine konkreten Schritte für eine Rückkehr Letos nach Russland – weder für Konzerte noch für Filmprojekte.

Letos Äußerungen über mögliche Auftritte in Russland wurden erstmals während eines Konzerts in Belgrad bekannt. Seine Worte lösten umgehend eine Welle der Empörung aus, insbesondere in der Ukraine, wo Beobachter die Idee scharf verurteilten. Das ukrainische Außenministerium veröffentlichte eine Erklärung, in der es seine Haltung kritisierte.

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Diese jüngste Entwicklung steht im Kontrast zu Letos früherer Unterstützung für die Ukraine. 2014 widmete er seine Oscar-Dankesrede dem Land. Später trat er in Kiew auf und ehrte die "Himmlische Hundertschaft" – eine Gruppe von Demonstranten, die während der Revolution 2014 getötet wurden. Trotz dieser Vergangenheit werfen seine jüngsten Handlungen nun Fragen zu seiner Haltung auf.

Die Kontroverse entsteht zu einer Zeit, in der auch andere Prominente wegen ihrer Verbindungen zu Russland unter die Lupe genommen werden. Erst kürzlich besuchte die britische Sängerin Charli XCX eine Berlinale-Nachfeier, die von Anastasia Schewzowa veranstaltet wurde, deren Familie mit Kulturprojekten in von Russland besetzten ukrainischen Gebieten in Verbindung gebracht wird.

Die Markenanmeldung und Letos Äußerungen haben die Debatte über Künstler, die während des Krieges mit Russland kooperieren, neu entfacht. Ukrainische Behörden haben ihre Ablehnung deutlich gemacht, während es keine bestätigten Pläne für Letos Rückkehr nach Russland gibt. Die Situation bleibt ungelöst – die Öffentlichkeit wartet gespannt auf seine nächsten Schritte.

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