Krasnodar im Pokalfinale – doch Rassismusvorwürfe trüben den Triumph über ZSKA Moskau
Emil LangeKrasnodar im Pokalfinale – doch Rassismusvorwürfe trüben den Triumph über ZSKA Moskau
Krasnodar sichert sich Platz im russischen Pokalfinale nach deutlichem 4:0 gegen ZSKA Moskau
Mit einem souveränen 4:0-Sieg im Rückspiel des RPL-Pfades gegen ZSKA Moskau hat sich FK Krasnodar für das Finale des russischen Pokals qualifiziert. Die Partie stand jedoch im Schatten vorheriger Kontroversen: Stürmer John Córdoba weigerte sich, Fragen zum gegnerischen Verein oder dessen Fans zu beantworten.
Damit steht nun das Endspiel gegen den Sieger des Duells Spartak Moskau gegen Dynamo Moskau an – doch die Vorfreude auf das prestigeträchtige Ereignis wird von Problemen abseits des Platzes überschattet.
Im Rückspiel in Krasnodar dominierten die Gastgeber von Beginn an und setzten sich mit einem klaren 4:0 durch. Doch die Spannungen aus dem Hinspiel in Moskau wirken nach: Damals hatte Mittelfeldspieler Eduard Sperzjan rassistische Beleidigungen gegen Córdoba während der Partie angeprangert.
Für ZSKA ist dies kein Einzelfall. Bereits im Oktober 2023 hatte der Russische Fußballverband (RFU) den Klub wegen rassistischer Gesänge gegen Córdoba in einem Ligaspiel gegen Zenit St. Petersburg zu einer Strafe von 200.000 Rubel verurteilt. Trotz der Sanktion häuften sich im Verlauf der Saison 2023/24 ähnliche Vorfälle – ohne weitere Konsequenzen, bis jetzt.
Nach dem jüngsten Zwischenfall verhängte das Kontroll- und Disziplinarkomitee des RFU eine deutlich höhere Strafe von einer Million Rubel gegen ZSKA. Córdoba selbst schwieg jedoch zu den Vorwürfen und lehnte es ab, sich zum Verein oder dessen Anhängern zu äußern. Auch auf Fragen zu Krasnodars Chancen auf ein nationales Double in den kommenden Monaten ging er nicht ein.
Nun richtet sich der Fokus der Mannschaft auf das Finale, in dem sie entweder auf Spartak oder Dynamo treffen werden, um den Pokaltitel zu erkämpfen.
Krasnodars überzeugender Sieg ebnete den Weg ins Endspiel, doch der Abend wurde von den anhaltenden Rassismusvorwürfen überschattet. Die jüngste Strafe des RFU gegen ZSKA zeigt zwar eine härtere Gangart, doch bleibt ungewiss, ob dies langfristig Wirkung zeigt.
Córdobas Weigerung, sich zu den Vorfällen zu äußern, deutet darauf hin, dass das Problem fortbesteht – während sich der Klub auf die entscheidende Begegnung in den nächsten Wochen vorbereitet.






