Lufthansa schlägt neues Deal zu Pilotenspesen vor - Lufthansa plant Rentenreform: Bis zu 50 Prozent mehr für Piloten
Lufthansa legt neuen Rentenplan für Piloten vor – bis zu 50 Prozent höhere Zahlungen
Die Lufthansa hat einen neuen Rentenplan für ihre Piloten vorgelegt, der eine Erhöhung der Leistungen um bis zu 50 Prozent vorsieht. Der Vorschlag ist Teil umfassender Reformen des Rentensystems der Airline. Im Rahmen der Änderungen soll die bisherige Überbrückungsrente für den vorzeitigen Ruhestand schrittweise abgeschafft werden.
Ziel der Maßnahme ist es, die Altersvorsorge der Lufthansa an die Systeme anderer großer europäischer Fluggesellschaften wie KLM und British Airways anzupassen.
Das aktuelle Modell der Lufthansa sieht Überbrückungszahlungen für Piloten vor, die vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand gehen. Die Airline argumentiert jedoch, dass diese Regelung diejenigen benachteiligt, die bis zum regulären Renteneintrittsalter weiterfliegen, da sie auf die Frühleistungen verzichten müssen. Der neue Plan würde diese Mittel stattdessen zur allgemeinen Erhöhung der Rentenleistungen umschichten.
Lufthansas Vorschlag folgt ähnlichen Entwicklungen bei anderen Fluggesellschaften. KLM stellte 2015 auf ein reines beitragsdefiniertes System um und strich die separaten Überbrückungszahlungen. Bis 2023 stiegen die Arbeitnehmerbeiträge von 5,5 auf 7,5 Prozent, was zwar die individuellen Rentenansprüche erhöhte, aber auch Kritik der Gewerkschaften wegen geringerer Absicherung auslöste. Die Finanzierungsquote der Renten stabilisierte sich bis 2025 bei etwa 105 Prozent.
Auch British Airways reformierte seine Altersvorsorge: 2019 wurde die leistungsorientierte Rente geschlossen und durch ein durchschnittsbezogenes Karrieremodell ersetzt. Die Beiträge wurden auf 20 Prozent festgesetzt (12 Prozent vom Arbeitgeber, 8 Prozent von den Beschäftigten), wodurch sich das Defizit von 4 Milliarden Pfund in einen Überschuss von 2 Milliarden Pfund bis 2024 wandelte. Dennoch führten die Änderungen 2022 zu Streiks, da Piloten mit unvorhersehbareren Auszahlungen im Ruhestand konfrontiert waren.
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, die die Lufthansa-Piloten vertritt, hat den neuen Vorschlag erhalten. Er wird nun vom Verhandlungsgremium der Gewerkschaft geprüft, bevor eine Entscheidung fällt.
Falls der Plan angenommen wird, wäre dies ein bedeutender Wandel für die Piloten der Lufthansa: Die Überbrückungsrente für den Frühruhestand entfiele, während die regulären Rentenleistungen steigen würden. Die Airline strebt ein nachhaltigeres System an – ähnlich wie bei KLM und British Airways. Die Reaktion der Gewerkschaft wird entscheiden, ob die Reformen vorankommen.






