Marcelo Rebelo de Sousa bricht sein Schweigen – doch nur für die Literatur
Lina SeidelMarcelo Rebelo de Sousa bricht sein Schweigen – doch nur für die Literatur
Der ehemalige portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hält sich seit seinem Rücktritt im März bewusst im Hintergrund. Bekannt für seine politische Zurückhaltung, brach er kürzlich sein Schweigen mit einem seltenen öffentlichen Auftritt bei einer literarischen Veranstaltung in Celorico de Basto.
Am 9. März verließ Rebelo de Sousa den Präsidentschaftspalast Belém und beendete damit seine Amtszeit. Seither lebt er, wie er es nennt, in seiner "ewigen Wüste" – einer Phase des Rückzugs aus dem öffentlichen und politischen Leben.
Sein jüngster Besuch in Celorico de Basto unterbrach diese stille Phase, wenn auch nur kurz. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Literatur und nicht der Politik, ganz im Einklang mit seiner selbst auferlegten Distanz zu Regierungsangelegenheiten.
Der Ex-Präsident vermeidet weiterhin politische Stellungnahmen und bleibt seiner Haltung nach der Präsidentschaft treu. Sein Auftritt bei der Literaturtagung bleibt eine der wenigen Ausnahmen von seiner zurückgezogenen Lebensweise.






