Martina Klement wechselt von Berlin nach Brandenburg als Wirtschaftsministerin
Emil LangeMartina Klement wechselt von Berlin nach Brandenburg als Wirtschaftsministerin
Martina Klement verlässt ihren Posten als Berliner Staatssekretärin für Digitalisierung und wechselt als Ministerin für Wirtschaft in die Landesregierung Brandenburgs. Der Wechsel erfolgt im Zuge der Bildung einer neuen rot-schwarzen Koalition unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Ihr Abschied markiert eine bedeutende Zäsur – sowohl für ihre Karriere als auch für die laufenden Verwaltungsreformen in Berlin.
Zuvor hatte Klement als Chief Digital Officer der Hauptstadt eine Schlüsselfunktion bei der Vorantreibung der Berliner Verwaltungsreform inne. Die im Juni 2025 beschlossene Reform ist jedoch noch nicht abgeschlossen, und ihre vollständige Umsetzung steht weiterhin aus. Ihr Ausscheiden gilt als herber Rückschlag für das Vorhaben.
In ihrer neuen Position wird Klement die Ressorts Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europapolitik verantworten. Die Funktion bietet ihr nicht nur mehr Einfluss, sondern auch ein deutlich höheres Gehalt – mehrere tausend Euro mehr im Monat als in ihrer bisherigen Stellung. Zudem ermöglicht ihr der Wechsel, von Potsdam aus zu arbeiten, ohne dass ein Umzug nötig wäre.
Die von Woidke und Vize-Ministerpräsident Jan Redmann (CDU) geführte Koalition hat Klement damit in eine exponiertere Position gebracht. Zwar ist noch unklar, welche konkreten Spuren sie in den ersten Monaten hinterlassen wird, doch der Schritt bedeutet zweifellos einen deutlichen Zuwachs an Macht und Verantwortung.
Klements Ernennung stärkt die wirtschaftliche Führung Brandenburgs, während Berlins digitale und administrative Reformen eine ihrer zentralen Gestalterinnen verlieren. Der Wechsel unterstreicht die sich wandelnden Prioritäten beider Landesregierungen angesichts neuer politischer Bündnisse. Ihr erweitertes Aufgabenfeld wird nun maßgeblich die Politik in den Bereichen Energie, Klima und Wirtschaftsstrategie prägen.