24 June 2026, 14:00

Merz plant radikale Rentenreform: Höheres Eintrittsalter und kapitalgedeckte Vorsorge

Schwarz-rote Rentenreform

Merz plant radikale Rentenreform: Höheres Eintrittsalter und kapitalgedeckte Vorsorge

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Pläne für eine grundlegende Reform des deutschen Rentensystems angekündigt. Die Regierung beabsichtigt, sämtliche Empfehlungen der Rentenkommission zu übernehmen. Zu den Reformen gehören die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sowie die Einführung einer Mindestrente, die durch Bundeszuschüsse finanziert wird.

Die Rentenkommission schlägt vor, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils bis zu ein Prozent der Bruttolöhne in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge einzahlen. Dieses Modell soll das bestehende umlagefinanzierte System ergänzen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass solche Systeme nicht sicher seien, und verweisen auf frühere Finanzkrisen nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Unberechenbarkeit der Märkte.

Die kapitalbasierte Lösung garantiert keine Renditen von mehr als drei Prozent pro Jahr. Zudem fallen bei Marktinvestitionen Gebühren und Provisionen für Finanzdienstleister an, die die Gesamtleistung für die Beitragszahler schmälern.

Das umlagefinanzierte Rentensystem hat sich in den letzten 20 Jahren als stabil und krisenresistent erwiesen. Sein Anteil am Bruttoinlandsprodukt ist in diesem Zeitraum sogar gesunken. Die Behauptung, jüngere Arbeitnehmer würden davon nicht profitieren, wurde als falsch zurückgewiesen.

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Die Reformen sehen vor, die Arbeitszeit zu verlängern, indem das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung geknüpft wird. Dadurch verringern sich effektiv die Rentenauszahlungen. Zudem wird eine Mindestrente eingeführt, um den Empfängern einen würdevollen Lebensstandard zu sichern – finanziert durch erhöhte Bundesmittel.

Gegner der Reform kritisieren, dass sie einkommensschwache Bevölkerungsgruppen unverhältnismäßig stark belaste. Sie befürchten, das System könnte zu einer Umverteilung von unten nach oben führen.

Die Rentenreform der Regierung wird die Finanzierung und Verteilung der Renten grundlegend verändern. Das neue System wird teilweise auf Kapitalmärkte setzen, ergänzt durch staatliche Unterstützung für die Mindestrente. Die Pläne werden die Altersvorsorge für künftige Generationen neu gestalten.

Quelle