Moerser Tafel droht Schließung: 2.000 Menschen ohne Lebensmittelhilfe
Hannah RichterMoerser Tafel droht Schließung: 2.000 Menschen ohne Lebensmittelhilfe
Die Moerser Tafel steht vor einer existenziellen Herausforderung. Nach Jahren der Unterstützung für bedürftige Familien in der Region hat die Einrichtung eine Kündigung für ihre Räumlichkeiten in der Wittfeldstraße 49 erhalten – mit schwerwiegenden Folgen für rund 2.000 Menschen, die auf die regelmäßige Lebensmittelausgabe angewiesen sind. Die Tafel in Moers versorgt seit Langem etwa 600 Haushalte und gibt zweimal wöchentlich lebenswichtige Lebensmittel an Bedürftige aus der Stadt und dem Umland aus. Bisher nutzte sie eine 400 Quadratmeter große Fläche, für die monatlich 800 Euro Miete gezahlt wurden. Doch nun droht der Verlust des Standorts, da die Kündigung mit einer einjährigen Frist bereits vorliegt.
Ohne eine schnelle Lösung könnte das gesamte Angebot zusammenbrechen. Besonders problematisch wäre dies, da die Moerser Tafel nicht nur lokal agiert, sondern auch als zentrales Lager und Verteilzentrum für benachbarte Tafeln dient. Ein Wegfall dieser Struktur würde nicht nur die Versorgung vor Ort gefährden, sondern das gesamte regionale Netzwerk destabilisieren.
Ein Stopp der Lebensmittelhilfe kommt für die Verantwortlichen nicht infrage. Doch ohne Unterstützung oder alternative Räumlichkeiten könnte die Schließung unvermeidbar werden – mit direkten Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit vieler Familien. Die Zukunft der Moerser Tafel hängt nun von einer raschen Lösung ab. Sollte es nicht gelingen, neue Räumlichkeiten zu finden oder die bestehende Mietfrage zu klären, stünden rund 2.000 Menschen vor dem Verlust einer regelmäßigen Nahrungsgrundlage. Gleichzeitig wäre das gesamte Tafel-Netzwerk in der Region betroffen, das auf die logistische Unterstützung aus Moers angewiesen ist.






