Olympia-Abfahrt in Bormio: Warum der Februar-Termin alles verändert
Olympisches Abfahrtsrennen in Bormio auf Februar verschoben
Das olympische Abfahrtsrennen in Bormio findet statt des üblichen Dezember-Termins erst im Februar statt. Die Verlegung erfolgt, während Organisatoren und Skifahrer sich auf eine der anspruchsvollsten Strecken im Weltcup vorbereiten.
Die Stelvio-Piste in Bormio ist berüchtigt für ihre hohen Geschwindigkeiten und die unerbittlich unebene Oberfläche. Aktuelle Änderungen bei Zeitplan und Wetter haben die Bedingungen für das bevorstehende Rennen bereits verändert.
Die Entscheidung zur Terminverschiebung folgt Bedenken wegen des extrem holprigen Geländes der Strecke. Tiefe Spurrillen und Buckel machen die Piste zu einer besonderen Herausforderung – wie Skifahrer wie Daniel Hemetsberger und Vincent Kriechmayr betonen. Trotz eines Sturzes im zweiten Trainingslauf kehrte Hemetsberger für die dritte Einheit zurück und zeigte damit die Risiken auf.
Kürzliche Schneefälle haben die Strecke etwas weicher gemacht, das Eis reduziert und einige der Unebenheiten ausgeglichen. Dominik Paris, Rekordgewinner in Bormio, glaubt, dass der Februar-Termin das Rennen deutlich einfacher gestalten wird. Der spätere Zeitpunkt bedeutet zudem mehr Sonnenlicht und bessere Sichtverhältnisse – eine Änderung, die der Schweizer Skifahrer Stefan Rogentin begrüßt.
Kriechmayr warnte jedoch, dass sich die wahre Bewährungsprobe der Stelvio-Piste erst während des Rennens zeigen werde. Beim olympischen Debüt des Skibergsteigens in Bormio am Donnerstag (19. Februar 2026) gab es starke Schneefälle von 15 bis 30 Zentimetern, was Bedingungen schuf, wie sie bei typischen Dezember-Rennen selten sind. Direkte Vergleiche zu früheren Veranstaltungen im Dezember bleiben jedoch begrenzt.
Die Verlegung auf Februar bringt mehr Sonnenlicht und weicheren Schnee, was einige der üblichen Schwierigkeiten der Strecke mildern dürfte. Dennoch bleibt die Stelvio-Piste eine harte Prüfung für die Skifahrer – doch der angepasste Termin könnte zu schnelleren und sichereren Rennen führen. Das Rennen wird unter völlig anderen Bedingungen stattfinden als in den Vorjahren.