Oscars 2026: "Brautalarm"-Team stiehlt mit Comedy die Show – andere Duos scheitern kläglich
Lina SeidelOscars 2026: "Brautalarm"-Team stiehlt mit Comedy die Show – andere Duos scheitern kläglich
Die 98. Academy Awards am 16. März 2026 boten eine Mischung aus Gelächter und peinlichen Momenten, als unerwartete Präsentator-Duos die Bühne betraten. Manche Teams glänzten mit treffsicherem Humor, andere kämpften vergeblich um Lacher. Der Abend war geprägt von Wiedersehen, spielerischem Geplänkel und einigen krampfhaften Wortwechseln.
Ein besonderer Höhepunkt war das "Brautalarm"-Team, das sich nach 15 Jahren erstmals wieder vereinte, um zwei Preise zu überreichen. Ihre Dynamik erinnerte das Publikum an den typischen Witz des Films – ein willkommener Kontrast zu anderen Präsentatoren, deren Auftritte weniger glatt verliefen.
Melissa McCarthy, Rose Byrne, Kristen Wiig, Maya Rudolph und Ellie Kemper kehrten als "Brautalarm"-Cast auf die Oscar-Bühne zurück, um die Auszeichnungen für die Beste Filmmusik und den Besten Ton zu verleihen. Ihr Wiedersehen, genau 15 Jahre nach dem Kinostart, brachte die unverkennbare Komik des Films zurück. Die Gruppe harmonierte mühelos und erntete damit Lacher im Saal.
Andere Duos hatten weniger Glück. Robert Downey Jr. und Chris Evans überreichten die Preise für das Beste adaptierte und das Beste originale Drehbuch, doch ihr Gag über Channing Tatums Unterwäsche verpuffte wirkungslos. Auch Bill Pullman und sein Sohn Lewis erlebten ein holpriges Intermezzo bei der Verleihung des Besten Schnitts – ihre Vater-Sohn-Chemie wollte einfach nicht zünden.
Besser schnitten Will Arnett und Channing Tatum ab, die sich mit Witzen über Synchronsprecher-Rollen versus Live-Action-Auftritte die Bälle zuwarfen, bevor sie die Gewinner in den Kategorien Bester animierter Spielfilm und Bester animierter Kurzfilm bekanntgaben. Anne Hathaway und Anna Wintour setzten derweil auf Modehumor: Mit Anspielungen auf Hathaways Kleid und Wintours ikonische Sonnenbrille präsentierten sie die Preise für Bestes Kostümdesign und Bestes Make-up.
Der sentimentalste Moment des Abends kam von Ewan McGregor und Nicole Kidman. Das Duo, das sich nach "Moulin Rouge!" wiedersah, stimmte ein Duett an, bevor es den Besten Film verkündete. Ihr Auftritt stach deutlich gegen die holprige Interaktion von Sigourney Weaver und Pedro Pascal ab, die mit einem seltsamen Witz über Pinkeln und einer danebengegangenen "Alien"-Anspielung für Verwirrung sorgten.
Während einige Präsentatoren – etwa bei der Bekanntgabe des Besten Castings – sachlich blieben, lebten die lockeren Momente der Veranstaltung von der Chemie zwischen den Moderatoren – oder deren Abwesenheit.
Die Oscars 2026 bewiesen: Die Besetzung der Präsentatoren kann einen Moment machen oder brechen. Die "Brautalarm"-Riege zeigte, wie guter Comedy-Timing eine Preisverleihung aufwertet, während andere Duos die Risiken erzwungener Witze vorführten. Die Mischung aus gelungenen und missglückten Auftritten hinterließ beim Publikum sowohl Lacher als auch ein leichtes Unbehagen.