24 June 2026, 14:00

Proteste am Berliner OSZ TIEM: Schüler wehren sich gegen AfD-Podiumsdiskussion

Vergangen an den Schülern

Proteste am Berliner OSZ TIEM: Schüler wehren sich gegen AfD-Podiumsdiskussion

Eine Podiumsdiskussion am Oberstufenzentrum TIEM in Berlin sorgte für Aufsehen, als Schüler gegen die Teilnahme der AfD protestierten. An der Veranstaltung nahm Kristin Brinker, Spitzenkandidatin der Partei für das Abgeordnetenhaus, neben anderen Politikern teil. Die Schüler argumentierten, die AfD dürfe aufgrund ihrer angeblich undemokratischen Haltung nicht zu Wort kommen.

Die Schule hatte beschlossen, die AfD nicht auszuladen – obwohl die Senatsverwaltung für Bildung in Berlin Schulen erlaubt, Politiker mit extremistischen, rassistischen oder antisemitischen Positionen auszuschließen. Als Reaktion organisierten die Schüler eine Kundgebung vor dem Gebäude. Unterstützung erhielten sie dabei von Gruppen wie Omas gegen rechts, Teachers for Future, dem VVN-BdA und dem Bündnis Spandau gegen Rechts.

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Während der Debatte fasste eine externe Moderatorin mehrere Themen zu einzelnen Fragen zusammen. Den Schülern wurde lediglich eine Frage pro Person gestattet. Wer stattdessen an der Protestaktion teilnahm, musste mit einem unentschuldigten Fehlen rechnen.

Schüler des OSZ TIEM überprüften unterdessen die Aussagen der Politiker in Echtzeit auf ihre Richtigkeit. Die Diskussion darüber, ob Schulen bestimmten Parteien eine Plattform bieten sollten, bleibt weiterhin kontrovers – insbesondere vor dem Hintergrund der geforderten Neutralität von Bildungseinrichtungen.

Die Veranstaltung machte die Spannungen um politische Repräsentation an Schulen deutlich: Während die Schulleitung an ihrer Entscheidung festhielt, die AfD einzuladen, zeigten die Schüler offen ihren Widerstand. Die Debatte darüber, wie Neutralität und Ausschluss in solchen Kontexten ausbalanciert werden können, dauert an.

Quelle