Streikwelle in Sachsen-Anhalt: Beschäftigte kämpfen um faire Löhne gegen Schwarz Gruppe
Mila VoigtStreikwelle in Sachsen-Anhalt: Beschäftigte kämpfen um faire Löhne gegen Schwarz Gruppe
Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt streiken für höhere Löhne
In dieser Woche legen Beschäftigte in Sachsen-Anhalt die Arbeit nieder, um gegen niedrige Löhne zu protestieren. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zu Streiks bei zwei großen Arbeitgebern der Region aufgerufen. Mitarbeiter der Unternehmen BONBACK und MEG fordern faire Bezahlung – ihre Einkommen lägen demnach deutlich unter denen in anderen Bundesländern.
Die Arbeitsniederlegungen begannen heute bei BONBACK, einem Backwarenbetrieb im Star Park Halle Queis. Dort wird die Produktion für zwei Tage eingestellt. Das Unternehmen, ursprünglich unter dem Namen ARTIback bekannt, wurde vor zwei Jahren von der Schwarz Gruppe übernommen und später umbenannt. Zum selben Konzern gehören auch Lidl und Kaufland.
Bei MEG, einem Getränkehersteller in Weißenfels, dauert der Ausstand drei Tage. Auch dieses Werk gehört zur Schwarz Gruppe. Gewerkschaftsvertreter berichten, dass einige Beschäftigte nur rund 900 Euro im Monat verdienten.
Die NGG hat den Slogan "Reißt die Lohnmauer ein!" geprägt, um auf die Einkommenskluft aufmerksam zu machen. Sprecher betonen, die Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt weigerten sich länger, als "Billiglohnsektor des Ostens" abgestempelt zu werden. Sollten die Verhandlungen nicht vorankommen, sind weitere Streiks geplant.
Mit den Protesten an zwei Standorten gerät die Schwarz Gruppe zunehmend unter Druck, die Lohnungleichheit zu beseitigen. Während die Arbeitskämpfe an Fahrt aufnehmen, wird das Unternehmen mit wachsenden Forderungen nach Veränderung konfrontiert. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden – die Beschäftigten pochen auf Lohnerhöhungen, die dem Niveau Westdeutschlands entsprechen.






