Trump gegen Starmer: Wie der Iran-Konflikt den König Charles-Besuch in den USA gefährdet
Hannah RichterTrump gegen Starmer: Wie der Iran-Konflikt den König Charles-Besuch in den USA gefährdet
Die Spannungen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem britischen Premierminister Keir Starmer haben sich wegen der Rolle Großbritanniens im Iran-Konflikt der USA weiter zugespitzt. Der Streit droht nun, den geplanten Staatsbesuch von König Charles III. in den USA im Frühjahr zu gefährden. Britische Regierungsvertreter erwägen, die Reise zu verschieben – aus Sorge vor Trumps unberechenbarem Verhalten und einer möglichen Bloßstellung der Monarchie.
Der Bruch begann, als Starmer die Nutzung britischer Militärbasen für US-Operationen gegen den Iran verweigerte. Der Premierminister bezeichnete den Konflikt als völkerrechtswidrig – eine Haltung, die Trump in Rage brachte. Der US-Präsident verspottete daraufhin öffentlich Starmer und warf Großbritannien vor, als Verbündeter nicht mehr verlässlich an der Seite der USA zu stehen.
Trumps Kritik richtete sich nicht nur gegen Starmer, sondern gegen das gesamte Land. Er behauptete, Großbritannien sei nicht mehr "die Rolls-Royce unter den Verbündeten" und stellte dessen Engagement in der von den USA geführten Kampagne infrage. Seine Äußerungen offenbarten die Schwächen von Starmers Schmeicheltaktik, mit der er sich Vorteile wie niedrigere Handelszölle und US-Unterstützung für die Ukraine erhofft hatte. Der ehemalige britische Botschafter Peter Westmacott merkte an, dass Trumps Feindseligkeit die Grenzen dieses Ansatzes aufgezeigt habe.
Die Folgen des Streits sind auch in der britischen Politik spürbar. Einige Abgeordnete, die zunächst eine Beteiligung an der US-israelischen Offensive befürworteten, haben ihre Haltung angesichts der öffentlichen Kriegsablehnung revidiert. Gleichzeitig werfen Trumps Angriffe auf Großbritannien die Frage auf, ob König Charles seine geplante Reise antreten sollte. Die Regierung in London erwägt nun eine Verschiebung, um weitere diplomatische Belastungen zu vermeiden.
Trotz der Spannungen hat Trump signalisiert, dass er weiterhin mit dem Besuch des Königs rechnet. Doch in London bleibt man skeptisch: Man fürchtet, dass Trumps unberechenbare Rhetorik die Veranstaltung überschatten könnte.
Die Auseinandersetzung stellt die britische Regierung vor ein Dilemma. Eine Verschiebung des Königbesuchs könnte zwar die akuten Spannungen mildern, aber die Beziehungen zu den USA weiter belasten. Gleichzeitig steht Starmer unter Druck, seine Haltung im Iran-Konflikt mit dem Erhalt einer funktionierenden Partnerschaft zu den USA in Einklang zu bringen.






