Berlin droht bis 2035 ein Fachkräftemangel von 560.000 Arbeitsplätzen – doch die Stadt hat einen Plan

Emil Lange
Emil Lange
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Ein altes Dokument mit einer Karte des Berliner Handelagellachaft-Gebäudes, mit Text und einem Stempel auf der linken Seite.Emil Lange

Massenhafter Fachkräftemangel in Berlin droht - Berlin droht bis 2035 ein Fachkräftemangel von 560.000 Arbeitsplätzen – doch die Stadt hat einen Plan

Berlin steht vor einem massiven Fachkräftemangel – bis 2035 könnten 560.000 Stellen unbesetzt bleiben. Die Krise hat ihre Ursachen in einer alternden Belegschaft, der rasanten digitalen Transformation und sich wandelnden wirtschaftlichen Prioritäten. Als Reaktion darauf hat die Stadt nun die Berliner Fachkräftestrategie 2035 verabschiedet, um die wachsende Lücke auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.

Demografischer Wandel und Digitalisierung verschärfen die Lage Haupttreiber des Mangels ist der demografische Wandel, da immer mehr ältere Arbeitnehmer:innen in Rente gehen. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt grundlegend: Zwar könnten bis zu 100.000 neue Jobs entstehen, doch rund 87.000 bestehende Stellen dürften vollständig wegfallen. Analysten prognostizieren Wachstum in den Bereichen IT, Gesundheitswesen und Bildung, während traditionelle Sektoren wie das verarbeitende Gewerbe und die öffentliche Verwaltung voraussichtlich schrumpfen werden.

Fachkräftestrategie setzt auf Diversität und Wohnraum Die Berliner Fachkräftestrategie 2035 zielt darauf ab, das Arbeitskräftepotenzial zu erweitern – etwa durch höhere Beschäftigungsquoten von Frauen, Menschen mit Behinderungen sowie Personen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte. Zudem soll Langzeitarbeitslosen der Wiedereinstieg erleichtert werden. Als entscheidender Faktor für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften wird bezahlbarer Wohnraum hervorgehoben.

Digitale und kreative Branchen als JobmotorenBerlin's Wirtschaft ist zunehmend abhängig von der digitalen und kreativen Industrie. Allein 2024 beschäftigte der Kreativsektor 195.326 Menschen in 37.102 Unternehmen und erwirtschaftete einen Umsatz von 41,1 Milliarden Euro. Die digitale Wirtschaft steuerte nahezu 29 Milliarden Euro bei, angetrieben von IT-Dienstleistungen, E-Commerce und softwarebasierten Geschäftsmodellen. Diese Branchen gelten mittlerweile als zentral für die zukünftige Arbeitsmarktentwicklung der Stadt.

Konkrete Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel Die Strategie sieht klare Schritte vor, um Berlin's Arbeitsmarktkrise in den kommenden zehn Jahren zu bewältigen. Durch die gezielte Ansprache unterrepräsentierter Gruppen und die Fokussierung auf wachstumsstarke Branchen will die Stadt kritische Lücken schließen. Der Erfolg hängt davon ab, wie gut es gelingt, neue Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig die Herausforderungen durch Automatisierung und die alternde Bevölkerung zu meistern.

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