Chinas Boykott trifft Japans Tourismus: Besucherzahlen brechen um 61 % ein
Chinas Boykott trifft Japans Tourismus: Besucherzahlen brechen um 61 % ein
Deutlich weniger chinesische Touristen besuchen Japan in diesem Jahr – die Zahlen sind in den letzten Monaten stark eingebrochen. Der Rückgang folgt auf politische Spannungen und Warnungen aus Peking vor Sicherheitsrisiken im Land. Unternehmen, die normalerweise während des Chinesischen Neujahrsfests auf Besucher aus China angewiesen sind, spüren den Unterschied deutlich.
Der Rückgang begann, nachdem die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi im November 2025 umstrittene Äußerungen über Taiwan gemacht hatte. Die Besucherzahlen sanken von 715.700 im Oktober auf 562.600 im November und brachen im Dezember auf 330.400 ein – ein Rückgang um 45,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Januar verschärfte sich der Einbruch sogar auf 61 %.
Chinesische Staatsmedien haben Japan wiederholt als unsicher dargestellt und dabei auf Erdbeben, Kriminalität, Verkehrsunfälle und sogar Bärenangriffe verwiesen. Die chinesische Botschaft in Tokio warnte vor einer angeblichen Zunahme von Vorfällen mit Bären. Doch die offiziellen Statistiken Japans zeigen, dass die Kriminalitätsrate nach wie vor zu den niedrigsten weltweit gehört – gezielte Angriffe auf chinesische Staatsbürger haben nicht zugenommen.
Zwar ist Japan tatsächlich erdbebengefährdet, doch dank strenger Bauvorschriften und einer gut organisierten Notfallvorsorge zählt das Land zu den sichersten der Welt bei seismischer Aktivität. Auch die Zahl der Verkehrsopfer ist gering – entgegen anderslautender Behauptungen. Experten zufolge könnte Japans Ruf für kulinarische Köstlichkeiten, Kultur und hochwertige Produkte weiterhin Touristen anziehen, trotz Pekings Bemühungen, von Reisen abzuraten.
Der drastische Rückgang chinesischer Besucher wirkt sich bereits auf Unternehmen aus, die von den Ausgaben der Urlauber abhängig sind. Offizielle Daten und Sicherheitsberichte widerlegen viele der Warnungen aus Peking. Derzeit scheint die politische Belastung zwischen beiden Ländern der Hauptgrund dafür zu sein, dass Reisende fernbleiben.
AKTUALISIERUNG — 28.02.2026 05:00
Chinas Reisehinweis und Fluggesellschaften verschärfen Japans Tourismuskrise
Die chinesischen Behörden haben am 26. Januar 2026 eine Reisewarnung für Japan herausgegeben und dabei Sicherheitsbedenken für Touristen genannt. Wichtige Entwicklungen sind:
- Die Warnung betonte steigende Kriminalität gegen chinesische Besucher und seismische Risiken, was Fluggesellschaften dazu veranlasste, kostenlose Erstattungen für Buchungen bis Oktober 2026 anzubieten.
- 49 Flugrouten zwischen China und Japan wurden im Februar ausgesetzt, wobei die Strecke Beijing Daxing–Kansai allein 113 Flüge verlor.
- Japanische Daten widerlegen Behauptungen über eine erhöhte Gefahr und zeigen stabile Kriminalitätsraten und keinen Anstieg von Angriffen auf chinesische Staatsbürger.
Neue Reisewarnung vor dem chinesischen Neujahrsfest
Die chinesischen Behörden haben eine neue Reisewarnung für Japan vor dem chinesischen Neujahrsfest herausgegeben und warnen vor steigender Kriminalität und Erdbebenrisiken. Dies folgt auf die Aussagen der Premierministerin Sanae Takaichi im November 2025 zu Taiwan. Wichtige Details:
- Die Empfehlung rät davon ab, bis zum 24. Oktober 2026 zu reisen.
- Es wird von einer 'verschlechterten Sicherheit' und 'erhöhten Verbrechen gegen chinesische Staatsbürger' gesprochen.
- Die Warnung fällt in die Hauptreisezeit Japans und könnte wirtschaftliche Auswirkungen vertiefen.
Lesen Sie auch:
EU-Reform revolutioniert Arzneimittelmarkt: Was das Pharma-Paket für Deutschland bedeutet
Schnellere Zulassungen, mehr Anreize für Antibiotika und seltene Erkrankungen: Die EU setzt mit ihrem Pharma-Paket auf Innovation. Doch was gewinnt Deutschland konkret? Bundesgesundheitsministerin Warken erklärt die Strategie.
"Wer stiehlt mir die Show?" startet Staffel 11 mit Joko Winterscheidt und neuen Promi-Kandidaten
Humor, Schlagfertigkeit und Promi-Power: Die neue Staffel der Erfolgs-Show setzt auf frische Gesichter und bewährte Moderation. Wer wird diesmal zum Star der Arena?
Berlin droht bis 2035 ein Fachkräftemangel von 560.000 Arbeitsplätzen – doch die Stadt hat einen Plan
Die Hauptstadt steht vor einer historischen Herausforderung: Eine alternde Bevölkerung und die Digitalisierung reißen Lücken in den Arbeitsmarkt. Kann die neue Strategie die Wende bringen?
Dresden kämpft mit Impfkampagnen gegen den Masernausbruch an
Die Masern breiten sich rasant aus – doch Dresden setzt auf eine beispiellose Impfoffensive. Warum jetzt jeder seinen Schutz prüfen sollte und wie die Stadt reagiert.
FDP kämpft in Baden-Württemberg um politisches Überleben vor entscheidender Landtagswahl
Von einst 10,5 auf knapp 6 Prozent: Die Liberalen verlieren ihre letzte Hochburg. Wird Baden-Württemberg zum Grab der FDP – oder gelingt das Wunder?
Andrej Mangold und Annika Jung werden Eltern – nach Versöhnung und Verlobung
Von Trennung zur Verlobung – und jetzt zum Babyglück: Das "Bachelor"-Paar zeigt, wie Liebe zweite Chancen verdient. Doch die Hochzeit muss schnell kommen!
Reiche prüft Kartellverdacht: Warum Spritpreise um 50 Prozent explodieren
Die Tankrechnung schockiert, die Politik handelt: Nach einem Preissprung von fast 50 Prozent bei Diesel sucht Katharina Reiche nach Antworten. Doch Entlastung bleibt vorerst aus – warum?
Berlin sucht dringend neuen Generalstaatsanwalt vor Koppers' Abschied
Eine Ära endet: Margarete Koppers verlässt die Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Doch wer übernimmt ein Amt, das zwischen Clan-Kriminalität, EU-Rechtslücken und Personalnot kämpft? Die Uhr tickt.
Tausende Frauen kämpfen in Mexiko-Stadt gegen Femizide und Gewalt
Mit Schildern, Sprüchen und Tränen forderten sie ein Ende der Gewalt. Jede vierte Frau in Mexiko erlebt Bedrohung – doch ihre Stimmen werden lauter. Warum dieser Marsch Hoffnung macht.
Sheinbaum verlagert Pressekonferenz in ein Krankenhaus – warum der neue Ort symbolisch ist
Warum wählt Claudia Sheinbaum ausgerechnet ein Krebs-Krankenhaus als neuen Schauplatz? Die ungewöhnliche Verlegung wirft Fragen auf – und setzt ein Statement. Die geänderte Uhrzeit ist nur die halbe Geschichte.
SC Magdeburg unterliegt Barcelona im Champions-League-Krimi trotz starker Aufholjagd
Ein packendes Duell mit Torhüter-Held Hernandez und sieben Claar-Treffern reichte nicht. Warum Magdeburgs erste Niederlage die Gruppe auf den Kopf stellt.
SPD-Integrationschef Bozkurt tritt nach Migrationsstreit zurück – und wirft der Partei Verrat an Werten vor
Sein Rücktritt ist ein Alarmzeichen: Bozkurt wirft der SPD vor, sich von Unionsparteien treiben zu lassen – und die eigene Identität zu verraten. Was folgt für die zerrissene Arbeitsgruppe?
"Sternenpyramide" in Hamburg-Heimfeld sammelt über 1.286 Euro für verletzte Kinder trotz Eis und Schnee
Eisige Kälte und glatte Straßen hielten die Spender nicht auf: Bei der traditionellen Gala in Hamburg flossen Tausende Euro für den guten Zweck. Doch die größte Überraschung kommt erst im Sommer.
Liquiditätskrise in Apotheken: Warum immer mehr auf Vorfinanzierung setzen müssen
Verzögerte Erstattungen und explodierende Betriebskosten treiben Apotheker in die Enge. Doch flexible Finanzmodelle bieten einen Ausweg – zu welchem Preis?
FDP stürzt auf 4,4 Prozent ab – Rülke tritt nach Wahldebakel in Baden-Württemberg zurück
Ein historischer Absturz: Die FDP verliert drei Viertel ihrer Wähler. Warum die Grünen und CDU den Wahlkampf beherrschten – und was jetzt kommt.
Gil Ofarim zahlt 70.000 Euro nach Davidstern-Skandal – das Urteil und seine Folgen
Ein falscher Vorwurf, ein jahrelanger Streit – und nun 70.000 Euro Schaden. Warum Gil Ofarim nach dem Davidstern-Skandal schweigt und was das Urteil wirklich bedeutet.