Biogasbranche scheitert an Bürokratie – Klimaziele 2030 in Gefahr
Biogasbranche scheitert an Bürokratie – Klimaziele 2030 in Gefahr
Deutschlands Biogasbranche steht trotz ehrgeiziger Klimaziele vor großen Herausforderungen
Ein geleakter Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat bei den Erzeugern Frust ausgelöst – die geplanten Reformen gehen an den seit langem bekannten Problemen vorbei. Branchenvertreter warnen: Ohne dringende Nachbesserungen wird Deutschland seine Biomethan-Ziele für 2030 deutlich verfehlen.
Aktuell liegt die jährliche Produktion bei rund 10 TWh, doch Experten zufolge werden bis 2029 zusätzlich 1,5 bis 2,4 TWh benötigt. Bestehende Anlagen könnten mit bis zu 78 TWh weit mehr liefern – doch bürokratische Hürden und zögerliche Netzausbauprojekte bremsen die Entwicklung aus.
Energiewende stockt in Biogas- und Holzsektor Die Hoffnungen der Branche auf stärkere Förderung im EEG-Entwurf wurden enttäuscht. Ein zentraler Kritikpunkt ist das jährliche Ausschreibungsvolumen von nur 500 MW für Biogas, das Verbände als völlig unzureichend bewerten. Um die Kapazitäten bis 2030 voll auszuschöpfen, wären ihrer Meinung nach mindestens 2.500 MW pro Jahr nötig.
Netzanschlüsse und Genehmigungen als Flaschenhals Der Ausbau scheitert oft an überlasteten Netzen – notwendige Modernisierungen dauern bis zu fünf Jahre. Schnellere Genehmigungsverfahren könnten die Sanierung von Anlagen beschleunigen, doch die Verzögerungen bleiben. Ein weiteres Hindernis ist die starre 30-Prozent-Obergrenze für Mais in der Biogasproduktion. Landwirte fordern mehr Flexibilität bei der Wahl der Einsatzstoffe, doch die aktuellen Regeln schränken sie ein.
EU-Gaspaket schafft zusätzliche Unsicherheit Die neuen EU-Vorgaben verschärfen die Lage: Netzbetreiber können Biomethan-Anlagen mit nur zehn Jahren Vorlauf vom Netz nehmen. Diese Instabilität schreckt langfristige Investitionen ab – obwohl die Branche bis 2029 über 1,5 Milliarden Euro in den Sektor pumpen will.
Rückschritte in der Wärmepolitik Auch die Änderungen bei der Heizungsförderung bremsen die Entwicklung. Die Streichung der 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien in neuen Heizsystemen schwächt die Anreize für Nahwärmeanschlüsse. Ohne bessere Finanzierung für Modernisierungen drohen Expansionspläne zu scheitern.
Ungenutztes Potenzial trotz dringendem Bedarf Trotz aller Hindernisse ist das Potenzial enorm: Bestehende Anlagen könnten 78 TWh Biomethan liefern, weitere 72 TWh wären durch synthetische Quellen in Verbindung mit Wasserstoffproduktion möglich. Doch ohne politische Weichenstellungen bleibt ein Großteil dieser Kapazitäten ungenutzt.
Biomethan-Ziele nur mit schnelleren Reformen erreichbar Die Branche ist investitionsbereit – doch die aktuellen Regeln blockieren den Fortschritt bei Netzzugang, Einsatzstoffen und Markstabilität. Bleibt alles wie bisher, werden Deutschlands Ziele für 2030 in weite Ferne rücken – während bestehende Anlagen unter ihrer Leistungsfähigkeit bleiben.
EEG 2026 verschärft Regeln, während sich die Biogasbranche anpasst
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2026 führt strenge Regelungen für die Nachhaltigkeit von Biogas ein und verlagert den Schwerpunkt auf die flexible Unterstützung von Restlasten für Wind- und Solarenergie. Wichtige Änderungen sind:
- Neue Substratbeschränkungen, die den Einsatz von Lebens- und Futtermitteln verbieten und die Diskussion über die 30-prozentige Maisdeckelung widerspiegeln.
- Anreize für die Modernisierung bestehender Anlagen, um die Effizienz zu steigern und sich für eine verlängerte Förderung zu qualifizieren.
- Integration in Wärmenetze, die im Einklang mit den Forderungen der Branche nach Infrastrukturflexibilität steht.
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